Freitag, 5. August 2011

Roadtrip Schweden 2011

Ich freue mich, heute mal wieder als Blogger in Aktion zu treten. Und zwar möchte ich meine Gedanken und Eindrücke von unserem Roadtrip durch Schweden festhalten. Vom 18. Juli bis zum 3. August 2011 durchquerten wir mit dem Camper die eindrücklichen und vielseitigen Landschaften Schwedens. Die Reisepläne reiften schon länger, vor allem Jettli lag mir seit geraumer Zeit damit in den Ohren :-) Nicht zuletzt taten auch die kitschigen Filme von Inga Lindström oder die Millenium-Triologie von Stig Larson das ihrige dazu.

Am 17. Juli kurz nach dem Gurtenfestival und dementsprechend müde, traten wir unsere Reise an. Wir verbrachten den Abend vor Abreise bei unseren Verwandten in Basel. Am Montagmorgen um 06.40h gings dann mit dem Flieger vom Euroairport in Basel in die Hansestadt Hamburg. Dort gönnten wir uns nach einem Frühstück erstmal eine Stadtrundfahrt mit dem Hop on / Hop off Doppelstöcker. Eindrücklich was die Stadt alles zu bieten hat, mehr dazu aber später. Um die Mittagszeit gings dann zurück zum Airport wo wir unser Gepäck deponiert hatten. Wir nahmen uns ein Taxi und fuhren nördlich ins Kaff Kayhude wo die Firma McRent ihr Hamburg-Domizil hat. Endlich war es soweit, das Camping-Abenteuer konnte beginnen. Ich muss vorausschicken, dass wir keinerlei Erfahrungen mit Wohnmobilen haben, mal abgesehen von meinem Trip durch Kanada mit Olivzger und Cafu. Daher wurden wir vom Vermieter auch erstmal aufgefordert, dass halbstündige Instruktionsvideo reinzuziehen. Wie funktioniert die Gaszufufuhr, das Heizen, das Entleeren der Toilettentanks...etc. etc. Gut informiert gings dann gegen 15.00h los in nördlicher Richtung. Der erste Stopp folgte unweit der Vermietstelle zum Einkaufen bei REWE. Wir füllten den Camper bis unters Dach mit Fresalien, Tranksamen, Putzzeugs, etc. Die Preise in Skandinavien sind ja wesentlich höher als in Deutschland, daher kauften wir grosszügig ein um nicht allzu viele Grosseinkäufe in Schweden tätigen zu müssen. Für läppische 235 EUR war fürs erste Überleben gesorgt! Wir fuhren dann bis in die Nähe von Flensburg wo wir unser erstes Nachtlager aufschlugen und uns mit dem Leben auf dem Campingplatz vertraut machten. Der Campingplatz in Jarplund war dann auch der schlechteste unserer Reise und kein Vergleich mit den Einrichtungen in Schweden.

Tagsdarauf gings noch einmal zum Nachrüsten in den Supermarkt. Unter anderem kauften wir noch ein paar Tupperware-Geschirrsachen sowie ein kleiner handlicher Holzkohlen-Grill für EUR 20.-. Dann war Kilometer-Fressen angesagt. Via Kolding und Odense gings weiter nach Kopenhagen wo wir die bekannte Öresund-Brücke nach Malmö überquerten. Die Preise für die rund 15-minütige Überfahrt sind happig: fast 100 Stutz drückt man für diese kurze Strecke ab. Eigentlich wollten wir ja die Strecke von Deutschland nach Schweden mit der Fähre zurücklegen, entschieden uns aber für die Hinfahrt für die Variante via Dänemark. In Scheweden angekommen, fuhren wir noch rund 40 Minuten bis zu unserem ersten Campingplatz in Südschweden, genauer genommen im Ort Höör am Ringsjön-See. Der Süden Schwedens, genauer genommen die Provinz Skane, ist im Vergleich zu den übrigen Regionen weniger bewaldet und fällt vor allem durch die üppigen Ackerflächen und die vielen Windenergie-Anlagen auf. Herrliche Farbkontraste mit sattem grün, gelben Feldern und dem mit Wolken gezeichneten blauen Himmel prägten die ersten Eindrücke unser Reise.

Weiter gings entlang der Ostküste nach Ahus wo wir einen ersten Sightseeing-Stop einlegten. Das hübsche, etwas verschlafene Städtchen war im Mittelalter ein bedeutender Hafen der Aalfischer. Heute zeugen einzig die verschiedenen Aal-Gerichte in den Restaurants von dieser Zeit. Längst hat der Tourismus und die hier ansässige "Absolut Wodka"-Produktionsstätte das wirtschaftliche Geschehen im Griff. Weiter gings dann via Karlshamn, Ronneby und Karlskrona an die Ostseeküste nach Bergkvara. Das Wetter war uns hier nicht besonders hold, so mussten wir uns mit einem Znacht im Camper begnügen. Die Nacht war dann auch ziemlich stürmisch, was aber eigentlich durch den aufs Dach prasselnde Regen noch ganz gemütlich war. Am nächsten Tag fuhren wir weiter in nördlicher Richtung. Die Strassen sind im übrigen perfekt für Überlandfahrten. Das Roadmovie-Feeling kommt auf und mit entsprechendem Soundtrack kommt man in den richtigen Trucker-Groove. Durch dichte Wälder gings weiter bis zum Städtchen Kalmar. Der Ort ist vor allem als Ausgangspunkt für Ferien und Ausflüge auf der Insel Öland bekannt, aber auch durch das schöne Schloss (slott) und die Altstadt (gamla stan). Nach einer Stärkung gings dann weiter via Oskarhamn nach Vimmerby. Der Ort, ca. 60km von der Küste entfernt, ist bekannt als Wirkungsstätte von Astrid Lindgren, der bekannten schwedischen Schriftstellerin. So gibt es denn auch einen Erlebnispark "Astrid Lindgrens Värld" wo man Pippi Langstrumpfs Villa Kunterbund und die Mattisburg von Ronja die Räubertochter besichtigen kann. Der Ort selber ist zwar hübsch, bietet aber für Reisende ohne Kinder nicht wirklich viel Prickelndes. Weiter gings via Linköping und Norrköping an den Bräviken-See, wo wir eine weitere Nacht bei mudrigem Wetter verbrachten. Immerhin gabs keinen Regen, so dass wir unseren kleinen Dicken (den Kugelgrill) ausgiebig einfeuern konnten.

Ringsjön bei Höör

Slott Kalmar
Min Lilla in Stockholm
Wir näherten uns Stück für Stück einem der Highlightz unser Reise - Stockholm. Von Vielen empfohlen, waren wir extrem gespannt auf die Stadt. Und eines sei schon im Voraus gesagt, die Stadt enttäuschte in keiner Art und Weise. Im Gegenteil: für mich ist Stockholm nach London und Barcelona die wohl interessanteste und abwechslungsreiste Stadt Europas. Die unvergleichliche Lage auf 14 Inseln macht den Reiz der schwedischen Hauptstadt aus. Der Mix zwischen wunderschöner Natur und urbanem, teils mediteranen Flair ist absolut Top! Am ersten Tag besichtigten wir die Altstadt Gamla Stan mit dem könglichen Palast, den engverwinkelten Gassen und dem historischen Stortorget mit dem Nobelmuseum. Später gings zum Apéro zu Pontus-by-the-sea, einer edlen Lounge Bar mit Sicht auf das Geschehen im Hafenbecken. Ein Muss für den gepflegten Apéro! Später gings in den trendigen Stadtteil Södermalm. Wo einst die Hafenarbeiter lebten und das rauhe Klima herrschte, hat der Stadteil heute viel zu bieten. Viele gemütliche und trendige Beizen, schrille Läden mit Klamotten, Kunstgalerien und alternative Cafés prägen das Ortsbild. Highlight in Södermalm war für uns die Aussicht vom Mosebacke. Der Platz bietet nebst einem grossen Garten mit Bars und Restaurants eben diese tolle Sicht auf die Stadt. Der perfekte Ort um die lauen Sommerabende zu geniessen. Wir trafen dann in Södermalm auch auf Bekannte aus Meiringen - die Welt ist ja bekanntlich klein :-)

Unser Stockholmer-Nachtlager war übrigens ein Campingplatz im Vorort Bredäng am Mälarensee, rund 10 km ausserhalb vom Stadtzentrum. Mit der U-Bahn reisten wir jedoch bequem in ca. 20 Minuten direkt vom Campingplatz in die City - und dies alles zu relativ erschwinglichen Preisen.


Am zweiten Tag erkundten wir die Stadt per Velo. Was heisst die Stadt, eigentlich gings in den Djurgarden. Der Name dieser von zahlreichen uralten Eichen bestandenen Insel, die als Teil des Nationalparks Ekoparken unter Naturschutz steht, bedeutet Tiergarten; ursprünglich war sie das königliche Jagdgelände. Je weiter man sich im Durgarden nach Osten bewegt, umso wilder und ursprünglicher wird die Natur. Vorbei am Freilichtmuseum Skansen, dem Vasamuseum und dem Gröna Lund Vergnügungspark gings zum Schloss Rosendals, wunderschön gelegen mit Sicht auf den Djurgards-Brunnsviken. Gestärkt gings weiter via Östermalm zurück ins Stadtzentrum beim U-Bahnhof T-Centralen, wo wir die Velos zur Schonung unserer "Füdlen" mal wieder hinstellten. Zu Fuss erkundten wir dann noch  das Stadshuset, das Riksdagshuset und erneut die Gamla Stan. Der Apéro musste etwas ausgieber ausfallen, hatten wir doch erst um 21.30h einen Tisch im trendigen Restaurant B.A.R. (Blasieholmens Akvarium o Restaurant). Eine szenige Beiz, ganz spezialisiert auf Fisch und Meeresfrüchte. Schlichtes Ambiente, urbane Gäste und das eigenständige Auswählen des Abendessens am "Fischmarkt" machten den Abend zu einem tollen Erlebnis. Danke Marc und Ale für den Tipp!

Den letzten Stockholm-Tag verbrachten wir mit einer Fahrt in die vorgelagerten Schärengärten. Die dicht bewaldeten Inseln (man spricht von rund 24'000) erstrecken sich über 150 km von südlicher in nördlicher Richtung und dienen vielen Städtern als Sommerquartier. So befinden sich denn auch unglaublich schöne Sommerhäuser auf den Inseln, teils in Dorfform, teils aber auch alleinstehend mit eigenem Hafen und Leuchtturm. Sicherlich ein weiteres Highlight der Reise. Die Fahrt sollte man unbedingt mit dem Schiff unternehmen, auch wenn einige Inseln, wie z.B. Vaxholm mit dem Auto zu erreichen sind. Bei sonnigem, aber windigem Wetter liessen wir den Abend in der Bar Flyt (einem alten Schiff) und dem Dinner in der Altstadt bei Renntier und Lachs ausklingen.

Stockholmer Schärengärten

Stockholmer Schärengärten
Die Stockholmer-Tage waren gezählt und so gings weiter entlang des Mälarensees in westlicher Richtung. Vorbei an Västeras gings in die Nähe des hübschen Ortes Nora. Ca. 15 km entfernt davon am Uskensee fanden wir das Paradies unserer Reise. Ein kleiner, idylischer Campingplatz mit direkter Sicht auf "unseren" eigenen See. Absolute Ruhe, stimmungsvolle Sonneruntergänge, herrlich erfrischendes Bad im See - so wie man sich einen Schwedenaufenthalt vorstellen kann. Wir blieben etwas länger da und fröhnten dem herrlichen Nichts-Tun. Das heisst nicht ganz, schliesslich musste hin und wieder ein Bier gezischt und der Grill angeworfen werden. Idylle Pur, aber Bilder sprechen da mehr als Tausend Worte. Das Wetter war übrigens äusserst warm, nette 26 Grad und Sonnenschein. Unsere Reise stand glücklicherweise wettertechnisch unter einem guten Stern. Im Gegensatz zur Schweiz genossen wir mehrheitlich warme Tage.

Blick vom Mosebacke Torg Richtung City
Mehr oder weniger widerwillig verliessen wir den schönen Ort und fuhren weiter in westlicher Richtung nach Karlstad am Vännernsee. Von dort gings auf einer Landzunge ans Cap Vännern. Rund 40km Fahrt durch einsame Idylle, bis wir schliesslich im Örtchen Ekenäs eintrafen. Von Ort kann hier zwar nicht die Rede sein. Ein paar Häuser, unzählige Schiffe im Hafen und ein Campingplatz prägten das Ortsbild. Wir wanderten ans südliche Ende der Landzunge und trafen dort auf eine fantastische Landschaft mit Blick auf den See. Der Vännernsee ist übrigens der grösste See Schwedens und der drittgrösste Europas. Man hat stets das Gefühl, sich am Meer und nicht an einem See zu befinden.

Nach einer weiteren Übernachtung an einem kleinen idyllischen See in der Nähe von Bengtsfors gings weiter an die Westküste, genauer genommen nach Strömstad an der norwegischen Küste. Bei strahlendem Wetter trafen wir auf einen Ferienort, welcher durch die vielen Norweger eher wie Rhodos wirkte als wie Westschweden. Die Orte an dieser Küste liegen oft in Fjorden und bieten ein ganz anderes Bild als die Küstenorte im Osten. Weiter gings nach Grebbestad zum überteuerten Crevettenschmaus. Auch hier ein nettes Kaff am Wasser, viele Segel- und Yachtboote im Hafen und ein herrlicher Blick zu den Schärengärten hinaus. Diese sind im übrigen hier wesentlich wilder als die Dicht bewaldeten vor den Toren Stockholms. Im Ort Fjällbacka (check auch das Buch von Camilla Läckberg "der Prediger von Fjällbacka") hatten wir dann eine Schrecksekunde zu überstehen. An einer engen Stelle touchierten wir mit dem Rückspiegel ein entgegenkommendes Fahrzeug (resp. er uns). Unser Rückspiegel war nur leicht beschädigt, seiner hingegen war vollkommen zerstört. So mussten halt die mühsamen Unfallprotokolle ausgefüllt werden. Der "alte Schwede" war aber kooperativ und so konnte alles ziemlich zügig erledigt werden. Mit einem Schuss Adrenalin im Blut gings dann weiter entlang der Westküste in südlicher Richtung.

The Dream

Cape Vännern

Grebbestad
Eigentlich wollten wir Göteborg besichtigen, entschieden uns aber, dies sein zu lassen und stattdessen wieder ins Landesinnere zu fahren. Via Boras gings dann nach Jönköping an der Südspitze des Vätternsee. Der zweitgrösste See des Landes ist der länglichere und für meinen Geschmack auch der schönere. Wir besichtigten die Stadt Jönköping ausgiebig, das Wetter war etwas mudrig und lud daher eher zum Bummeln als zum "Cruisen" ein. Das Wetter besserte sich und so fuhren wir dem See entland zum Ort Gränna. Dieser war überhaupt nicht zum Gränna, im Gegenteil. Zwar etwas touristisch, aber viele schöne Holzhäuser und nette Geschäfte luden zum Sightseeing ein. Wir machten dann endlich auch von einem Systembolaget Gebrauch. Dies sind die staatlichen Verkaufsstellen für Alkohol. Alles was mehr als 3% Alkoholgehalt aufweist, darf nur in diesen offziellen Geschäften verkaut werden. Die Preise sind saftig, wenn auch Dosenbier für 1.50 CHF gekauft werden kann. Wein und Schnaps hingegen sind schweineteuer. Mich erstaunt dann trotzdem, dass überall frisch und fröhlich "getankt" wird. Ein Ballönli Weisswein kostet im Restaurant dann gut und gerne 10.- und mehr.

Wir übernachteten am Vätternsee auf einem schönen Campingplatz. Tagsdarauf gings wieder südwärts ins schöne Städtchen Eksjö. Bekannt ist Eksjö für seine einzigartige Holzhausarchitektur. Die Altstadt entspricht noch dem mittelalterlichen Stadtplan und steht mit den historischen Holzhäusern fast komplett unter Denkmalschutz. Weiter gings durch das Glasriket (Glasreich). Entlang der Reichsstrasse 31 befinden sich zahlreiche Glashütten, wo man günstiges Designerglas erwerben kann. Wir besuchten kurz die Stadt Växjö am Helgasjön. Es war Samstag und das Städtchen war ziemlich ausgestorben. Ich nehme an, dass die Einwohner wie in vielen Städten Schwedens das Wochenende oder die Sommerferien in ihren Häusern am Meer oder irgendwo auf einem Campingplatz verbringen. Växjö hat übrigens eine Eishockeymannschaft, die Lakers. Diese sind neu in die Schwedische Eliteliga augestiegen und sicherten sich die Dienste unseres Schweizer Goalies Tinu Gerber. Nach einer weiteren Nacht an einem schön gelegenen See, dem Asnen See, gings an die Westküste nach Halmstad. Eigentlich gibt's da nicht viel zu sehen, denn die ursprüngliche Stadt war einst Opfer eines verheerenden Feuers. Was man noch wissen darf, ist dass Roxette (Per und Marie :-) von hier stammen. Wir fuhren dann noch auf die Landzunge vor Halmstand, nach Tylösand, einem edlen Ort der Reichen und Schönen. Ein tolles Hotel, viele schöne Villen und ein Golfplatz prägen hier das Ortsbild. Golfplätze gibt es übrigens vor allem in Südschweden wie Sand am Meer. Wir fuhren weiter ins Landesinnere nach Vittsjö, wo wir wieder einen äusserst ruhigen und gepflegten Campingplatz fanden. Erneut wurde gegrillt und gechillt was das Zeugs hielt.

Die letzten Reisetage standen an und so entschieden wir uns, noch einmal den Anfangscampingplatz in Höör aufzusuchen. Davor unternahmen wir aber eine weitere Fahrt an die Südküste Schwedens, genauer genommen ins Städtchen Ystad. Den Krimilesern unter Euch dürfte der Ort durch die dort spielenden Kriminalromane von Henning Mankell mit Kommissar Kurt Wallander als fiktivem Protagonisten bekannt sein. Das Städtchen verfügt wie die meisten schwedischen Städte über eine gepflegte Fussgängerzone, in welcher oft auch die ähnlichen Shops wie Dressman, Ahlens etc. zu finden sind.  Wir besichtigten dann noch die bekannte Sehenswürdigkeit "Ales Stenar". Die aus 59 Steinen bestehende Schiffssetzung liegt auf einem etwa 37 Meter hohen Hügel direkt an der Ostseeküste beim Ort Käseberga im Süden Schonens. Der Küstenabschnitt ist von einer steil zum Meer abfallenden Klippe geprägt. Den letzten Abend im Camper verbrachten wir damit, das Bier leerzutrinken, den Wein zu entsorgen und unserem Grill noch einmal alles abzuverlangen. Das Wetter war uns auch am letzten Tag hold, so dass wir den Abend bei Kerzenlicht geniessen konnten.

Der letzte Schwedentag verbrachten wir mit Packen, Putzen und Entsorgen, bevor wir dann nach Malmö fuhren und dort die Stadt besichtigten. Sicherlich ebenfalls einer der Highlightz unserer Reise. Malmö ist nebst Stockholm und Göteborg die drittgrösste Stadt Schwedens und durch seine Nähe zu Kopenhagen ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum. Das maritime Flair mit den herrlichen Strandpromenaden im neu geschaffenen Stadtteil Västra Hamnen lädt zum Verweilen und Geniessen ein. Wahrzeichen ist denn auch der Turm "Turning Torso", dem höchsten Gebäude Schwedens. Ebenfalls in Malmö gefällt die Innenstadt mit dem grossen Stortorget. Gegen Abend verliessen wir die Stadt um ins nahe gelegene Trelleborg zu fahren. Von hier soll uns dann die Fähre nach Travemünde in Deutschland bringen. Wir waren aber ziemlich früh vor Ort, aber eines ist klar "there is nothing to see in Trelleborg". So fuhren wir zum Abschied noch einmal entlang der Küste und einen Abschnitt durchs Landesinnere.

Die Überfahrt mit der TT Line nach Travemünde fand nachts statt, und so bekamen wir ausser dem Auslaufen nicht wirklich viel mit. Um 07.30h kamen wir in Deutschland an und schliesslich konnten wir etwas nach 09.00h das Wohnmobil, unser "Cämperli" zurückgeben. Ausser dem Schaden am Rückspiegel war alles einwandfrei. Wir fuhren per Taxi an den Hamburger Flughafen wo wir erneut unser Gepäck einstellten und dann mit der S-Bahn in die Innenstadt fuhren. Wir erkundeten die Stadt per Fuss, gönnten uns einen Lunch vor dem Rathaus und verbrachten den Nachmittag mit einer Hafenrundfahrt. Sehr eindrücklich muss ich sagen. Hamburg gehört sicherlich ebenfalls zu den Highlightz der Reise. Gegen Abend fanden wir dann doch noch die Schnäppchen in Form von Handtaschen (Jettli) und Hemden (myself) zu massiv reduzierten Sommerschlussverkaufspreisen. Dazu kommt noch der günstige Euro...um 21.10h gings dann mit der Swiss retour nach Basel wo unsere Reise zu Ende ging. Dank dem speditiven Car-Service von Andrea und Doris (Merci vielmal) konnten wir eine Stunde später die Türe zu Hause aufsperren!

Eine neue Erfahrung und ein einmaliges Erlebnis - so lautet das Fazit der Schweden Reise. Das Land ist wunderschön, vielfältig und abwechslungsreich. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Campieren macht Spass, auch wenn ich dies vor allem während einer Rundreise machen möchte und nicht als Dauercamper mit Crocks, 3/4-Hosen und Unterlibli :-) Entgegen allgemeiner Annahme fanden wir keine Mückenplagen vor. Klar trugen wir den einen oder anderen Stick davon, aber von einer mühsamen Erfahrung kann hier nicht die Rede sein. Die Nächte in Schweden sind kurz, jedoch im Süd- und Zentralschweden nicht durchgehend mit Sonne. Gegen 22.00h ging die Sonne unter, gegen 04.00h wars bereits wieder hell. Die Strassen sind wie bereits gesagt einwandfrei und ideal für Wohnmobile. So spulten wir insgesamt rund 3'300 km ab! Und last but not least, Elche haben wir nicht gesehen - leider. Ein Merci allen die uns Tipps gegeben haben und ein grosses Merci meinem Schatz für die unvergesslichen Ferien, das geübte Co-Pilotieren, Campingplatz einchecken und Rückwärtsmanöver lotsen :-)


Roadtrip Schweden









StepMapRoadtrip Schweden

Weitere Bilder zum Roadtrip findet ihr übrigens hier

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